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Therapie bei Angst und Angststörungen

Angst ist eine der häufigsten psychischen Belastungen – und eine der am besten behandelbaren. Auf ratfinder findest du geprüfte Psychotherapeut:innen und Berater:innen, die auf Angststörungen spezialisiert sind, und startest in wenigen Minuten eine Anfrage.

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Was ist eine Angststörung?

Angst ist zunächst eine natürliche Reaktion des Körpers auf Gefahr. Sie wird zur Störung, wenn sie unverhältnismäßig stark auftritt, anhält oder das Alltagsleben einschränkt. Zu den häufigsten Formen zählen die Generalisierte Angststörung (anhaltende Sorgen ohne klaren Auslöser), Panikattacken (plötzliche, intensive Angstschübe), spezifische Phobien (z. B. Höhenangst, soziale Angst) sowie Agoraphobie. In Österreich leiden schätzungsweise 15–20 % der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer behandlungsbedürftigen Angststörung.

Wann brauche ich professionelle Hilfe?

Ein guter Anhaltspunkt: Wenn Angst dich regelmäßig davon abhält, Dinge zu tun, die dir wichtig sind – sei es der Weg zur Arbeit, soziale Kontakte oder Alltagsroutinen. Weitere Warnsignale sind körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwindel oder Taubheitsgefühle ohne medizinische Ursache, wiederkehrende Panikattacken sowie das Vermeiden von Situationen aus Angst vor der Angst.

Welche Therapieformen helfen bei Angst?

Die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) gilt als am besten belegt – sie hilft, Denkmuster zu erkennen und Vermeidungsverhalten schrittweise abzubauen (Exposition). Ergänzend kommen EMDR (besonders bei traumabedingter Angst), körperorientierte Verfahren, der systemische Ansatz sowie Entspannungsverfahren wie Autogenes Training zum Einsatz. Welche Methode am besten passt, hängt von der Art der Angst, deiner Geschichte und deinen Vorlieben ab – das klärt die erste Stunde.

Psychotherapie vs. Lebens- und Sozialberatung bei Angst

Bei diagnostizierten Angststörungen (z. B. Panikstörung, soziale Phobie) ist Psychotherapie die geeignete Behandlungsform – nur approbierte Psychotherapeut:innen dürfen therapieren. Lebens- und Sozialberater:innen (LSB) unterstützen bei situativer Angst, Stress und allgemeiner Lebensbewältigung, ohne Diagnose. ratfinder zeigt dir beide Optionen – und erklärt im Matching-Prozess, was zu deiner Situation passt.

Kosten und Kassenplätze

Psychotherapie wird in Österreich von den Krankenkassen teilfinanziert oder – bei Kassenzulassung – vollständig übernommen. Freie Kassenplätze sind rar, Wartezeiten oft mehrere Monate lang. Privattherapie kostet in Wien typischerweise 80–150 € pro Einheit. Lebens- und Sozialberatung ist nicht kassenfähig, aber deutlich günstiger (häufig 50–90 €). Auf ratfinder siehst du die Preisspanne direkt im Profil.

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Methoden

Häufige Fragen

Was hilft am schnellsten bei Angst?+
Kurzfristig helfen Atemtechniken (z. B. 4-7-8-Atmung) und Grounding-Übungen, einen Angstanfall zu dämpfen. Nachhaltig wirksam ist Psychotherapie, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie mit Expositionsübungen. Der erste Schritt ist ein Gespräch mit einer Fachperson.
Wie finde ich einen Therapieplatz für Angststörungen?+
Auf ratfinder.at kannst du direkt nach Psychotherapeut:innen suchen, die auf Angststörungen spezialisiert sind – mit KI-Matching nach Thema, Methode und Verfügbarkeit. Alternativ über Psychotherapie-Ambulanzen der regionalen Gesundheitsverbünde oder die Wartelistenvermittlung.
Kann man Angststörungen ohne Medikamente behandeln?+
Ja. Für die meisten Angststörungen ist Psychotherapie – insbesondere KVT – genauso wirksam wie Medikamente und nachhaltiger, weil sie Ursachen adressiert statt nur Symptome zu dämpfen. Medikamente (z. B. SSRIs) können ergänzend sinnvoll sein, aber das entscheidet die behandelnde Ärztin oder der Psychiater.
Wie lange dauert eine Angsttherapie?+
Kurzinterventionen (6–12 Stunden) können bei leichter Angst bereits helfen. Für komplexere Angststörungen sind 20–50 Einheiten realistisch, bei Therapie im Kassensystem oft auf mehrere Abschnitte verteilt. Fortschritte sind häufig schon nach 8–12 Stunden spürbar.
Was ist der Unterschied zwischen Angst und Panikattacken?+
Angst ist ein anhaltendes Gefühl der Bedrohung oder Besorgtheit – oft diffus und ohne konkreten Auslöser. Panikattacken sind plötzliche, intensive Episoden mit starken körperlichen Symptomen (Herzrasen, Atemnot, Taubheitsgefühl), die meist 5–20 Minuten dauern und harmlos, aber extrem belastend sind. Beide können im Rahmen einer Angststörung auftreten.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Angsttherapie?+
Ja, bei kassenvertraglichen Psychotherapeut:innen vollständig. Bei Privattherapie erstatten ÖGK, BVAEB und andere Kassen einen Kostenzuschuss (Stand 2024: ca. 28 € pro Einheit bei ÖGK). Lebens- und Sozialberatung ist nicht kassenfähig.

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